von Klaus Haeger » Samstag 21. August 2010, 18:32
Hallo Bernd,
zu den Berufsbezeichnungen und Namen.
Frueher hatten die meissten Leute keinen festen Beruf so wie heute. Man nahm die Arbeit an die gerade da war (da man meisst auch noch die Bude voller Kinder hatte die satt werden wollten).
Daher koennen die Berufsbezeichnungen unterschiedlich sein da meisst das aufgeschrieben wurde was Mann/Frau gerade gemacht hat. Das kann daher von einer Urkunde, Eintragung oder auch OFB abweichen. Es kann auch schon von Beginn falsch eingetragen sein da der Schreiber nicht richtig verstanden hat. Da kommen manchmal die Irrwitzigsten Kombinationen raus.
Das gleiche gilt fuer Namen. Bei den Frauennamen ist das extrem manchmal sind die nur als Vorname genannt oder garnicht, wie auch immer bei der Heirat verlor die Frau den Nachnamen daher war das nicht so wichtig.
Fazit: alles kann richtig sein
Wenn Du aber dem OFB nicht traust, da es hier ja auch Lese- und Schreibfehler geben kann, musst Du das Original einsehen - und dann - das gleiche Debakel. (Kennst Du ja aus deinem aktuellen Fall)
Je weiter Du zurueck gehst in der Ahnenreihe um so undurchsichtiger wird's da auch die Niederschriften immer spaerlicher werden und wenn du nicht zum Adel gehoerst spaetestens um die 1600 aufhoeren.
Da hilft nur alles, aber auch wirklich alles, sammeln aufschreiben und versuchen die Richtung zu finden. Wenn ploetzlich verschiedene Namen auftauchen musst Du halt in beiden Richtungen suchen bis man eins aussschliessen kann; und dann dauert das manchmal Jahre bis man auch nur einen Schritt weiter b.w.z. "zuruck" kommt - oder vieleicht nie.
Ich sammle auch alles fuer meine direkten Linien ueber, Paten, Orte, Wohnorte, Ortschroniken, Krankheiten und Todesurschen, Familienerzaehlungen, Steuerlisten, Haeuserbuecher, u.s.w. nur so kommt man vieleicht weiter. Das heist, das ich auch in den Nachbardoerfern Namensgleichheit (oder aehnlich) mitnehme, vieleicht passt es ja irgendwann. Ich gehe erst nach OFB - weil da ja schon Jemand eine nicht zu Unterschaetzende jahrelange Arbeit geleistet hat dann bei Unklarheiten die Originale -wenn moeglich.
Jeder hat da so ein bisschen seine eigene Methode und auf welche Unterlagen er vertraut und welche nicht, da gibt es kein Allheilmittel oder
"was ist authentischer".
Grusse
Klaus